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Prostata-Krebs-Vorsorge

Die Prostata


Die Prostata (Vorsteherdrüse) liegt im Becken unterhalb der Harnblase und umschließt den obersten Teil der Harnröhre. Sie ist bei jungen Männern etwa kastaniengroß. Die Prostata produziert ein milchiges Sekret, das sich beim Samenerguss mit den Samenzellen vermischt, um sie beweglich und befruchtungsfähig zu halten.

Erkrankungen der Prostata gehören zu den häufigsten Männerleiden. Dazu zählen neben Entzündungen vor allem Vergrößerungen der Prostata, die häufig gutartig (benigne Prostata- Hyperplasie), aber auch bösartig sein können (Prostatakrebs).

Beschwerden


Vergrößerungen der Prostata entwickeln sich in der Regel langsam und verengen die Harnröhre. Häufige Folgen der Verengung sind:
Probleme beim Wasserlassen, wie z. B.

  • Harnstrahlabschwächung
  • Miktionsverlängerung (das Urinieren dauert länger)
  • Startverzögerung
  • Nachträufeln (Nachtropfen)
  • Restharngefühl
  • Harnverhaltung (Urin kann nicht willentlich abgelassen werden)
Irritationen der Harnblase, die sich wie folgt bemerkbar machen:

  • häufiger Harndrang
  • nächtliche Miktionen
  • nicht zu unterdrückender Harndrang
  • bis hin zur Inkontinenz

Diese Beschwerden treten im Frühstadium des Prostatakrebses häufig noch nicht auf.

Was heißt Prostatakrebs?


Prostatakrebs steht in Deutschland an sechster Stelle aller Todesursachen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an Prostatakrebs zu erkranken. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei ca. 69 Jahren.

Der Prostatakrebs zählt zu den bösartigen Tumoren, wächst aber in der Regel langsam. Die meisten der heute entdeckten Prostata- karzinome haben eine gute Prognose.

Ein besonderes Risiko besteht für Männer, deren Brüder oder Väter an Prostatakrebs erkrankt sind/waren. Das Risiko, im Laufe des Lebens eine bösartige Erkrankung der Prostata zu erleiden, ist bei diesen Personen mehr als doppelt so hoch.

Wie kann ich vorsorgen?


Nach den aktuell gültigen medizinischen Leitlinien sollen alle Männer über 45 Jahre bzw. ab dem 40. Lebensjahr (bei familiärer Häufung) von ihrem behandelnden Arzt über die Möglichkeit einer Vorsorgeuntersuchung aufgeklärt werden.

Diese Untersuchungen beinhalten nach eingehender Aufklärung des Patienten das Abtasten der Prostata, die sogenannte digitale-rektale Untersuchung (DRU). Die Deutsche Gesellschaft für Urologie empfiehlt, allen Männern nach Aufklärung auch das Bestimmen des prostataspezifischen Antigens (PSA- Wert) als Untersuchungsmethode anzubieten. Die Tastuntersuchung der Prostata in Kombination mit einem PSA-Test ermöglicht eine relativ gute Verdachtsdiagnose.

Welche Vorsorgeuntersuchungen gibt es?


Digitale rektale Untersuchung (DRU)

Hierbei handelt es sich um eine Tastuntersuchung der Prostata, mit dem Zeigefinger vom Enddarm aus. Der Untersuchende beurteilt die Größe, Ober- fläche und Gewebebeschaffenheit der Prostata. Frühstadien und tiefer liegende bösartige Veränderungen werden jedoch nicht ausreichend sicher erkannt.

Prostataspezifisches Antigen (PSA)

Die Bestimmung des PSA, v. a. in Kombination mit der digitalen-rektalen Untersuchung (DRU), ist eine sehr wirksame Früherkennungsmethode für das Prostata-Karzinom. Bei PSA-Werten von 3 –10 ng/ml ist die gleichzeitige Messung des freien PSA für die Unterscheidung zwischen gutartiger und bösartiger Prostatavergrößerung hilfreich.

Auffällige Tastbefunde und/oder PSA-Messwertergebnisse sind noch kein Beweis für das Vorliegen eines Prostatakrebses. Sie müssen durch weiterführende Untersuchungen abgeklärt werden (z. B. Ultraschall, Gewebeprobe).

Beratungsgespräch mit Ihrem Arzt


Diese kurze Übersicht ersetzt nicht die ausführliche und individuelle Beratung durch den Sie betreuenden Arzt. Der PSA-Test als Laboruntersuchung ist in Deutschland nicht Bestandteil der Krebsfrüherkennungsrichtlinie. Daher werden die Kosten dieser Vorsorgeuntersuchung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt kann Ihnen diese Zusatzdiagnostik als Individuelle Gesundheitsleistung anbieten. Die anfallenden Kosten können
Sie in Ihrer betreuenden Arztpraxis erfragen.

Hier gibt es unseren Flyer "Prostata-Krebs Vorsorge" als pdf-Dokument zu lesen.


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