Hintergrund

 

Angesichts der weltweit zu beobachtenden Resistenzentwicklung von Neisseria gonorrhoeae (NG) und den daraus resultierenden stetig abnehmenden Therapieoptionen gewinnt die Erfassung der aktuellen Resistenzsituation an Bedeutung.

 

Aufgrund dessen nahm die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2017 eine Priorisierung von Erregern im Zusammenhang mit deren antimikrobieller Resistenz vor und stufte NG mit „hoch“ ein. Diese besorgniserregende Situation erfordert eine sowohl nationale als auch weltweit verstärkte Überwachung der Resistenzlage von N.gonorrhoeae.

 

Infektionen mit Neisseria gonorrhoeae stehen nach Schätzungen der WHO an dritter Stelle der Häufigkeit sexuell übertragener Infektion (STI) in der Welt. In Deutschland stehen kaum epidemiologische Daten über Gonorrhö zur Verfügung, da keine Meldepflicht besteht. Um besser Informationen zur Gonokokken-Resistenz in Deutschland zu gewinnen, soll die Reichweite der Datensammlung sowie der Resistenztestung erweitert werden.

 

 

 

Gonokokken-Resistenznetzwerk

 

Deshalb wurde 2014 das Gonokokken-Resistenznetzwerk (GORENET) ins Leben gerufen. Bis Februar 2018 konnten bereits 29 Labore aus ganz Deutschland für das Projekt gewonnen werden. Dadurch wurden im Zeitraum von März 2014 bis Juli 2017 Informationen zu 3.526 Isolaten gesammelt.

 

In der aktuellen zweiten Projektphase von GORENET (Juli 2016 - Juni 2019) sind auch wir –das IMD Labor Greifswald- beteiligt. Es werden neben der Überwachung der Gonokokken-Resistenz auch verschiedene Angebote zur Qualitätssicherung aufgenommen. Diese beinhalten vor allem die Durchführung von Ringversuchen sowie von Labortrainingseinheiten.

 

 

 


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