Befundauskunft: 03834 8193-0

Dimaval-Test 

Synonym

  • DMPS-Test

Indikation

  • V. a. Schwermetallintoxikation (vor allem Quecksilber)

Testprinzip

  • Dimaval ist ein Komplexbildner mit hoher Affinität zu vielen Schwermetallen,  mit denen er stabile Komplexe bildet. Diese Komplexe werden renal ausgeschieden.

Messparameter

  • Urin 1: Quecksilber und Zink
  • Urin 2: Quecksilber und Kupfer

Material

  • je 10 – 20 ml Spontanurin
  • Anforderung: "DMPS-Test (Urin 1: Hg+Zink; Urin 2: Hg+Cu)"

Patientenvorbereitung

  • Keine

Durchführung

  • Gewinnung von 10 – 20 ml Spontanurin vor DMPS-Gabe; Probe als "Urin1" kennzeichnen.
  • Am nächsten Morgen orale Gabe von 10 mg/kg KG Dimaval® (Kapseln) auf nüchternen Magen, Patienten ca. 150 ml Tee, Wasser, Limonade oder  ähnliches trinken lassen,
  • Gewinnung von 10 – 20 ml Spontanurin 2 h nach DMPS-Gabe; Probe als "Urin 2" kennzeichnen.


Bewertung

  • Hg > 50 µg/Kreatinin: Hinweis auf Hg Intoxikation durch Amalgam
  • Cu > 500 µg/Kreatinin: Hinweis auf Cu-Depot (kann auf eine chronische Hg-Vergiftung hinweisen)
  • Cu > 2.500 µg/Kreatinin und Hg < 50 µg/Kreatinin: Wiederholung des DMPS-Tests nach 4 Wochen (DMPS besitzt eine höhere Affinität zu Cu als zu Hg -> dadurch kann eine Hg-Belastung maskiert werden)
  • Ein hoher basaler Zink-Wert (> 200 µg/l) ist als positiv in dem Sinne zu  werten, dass Zink der toxischen Wirkung von Schwermetallen  entgegenwirkt. Bei Werten < 200 µg/l ist eine Zink-Substitution in Erwägung zu ziehen. 


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