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Medizinische Empfehlungen für eine sichere Reise

Der internationale Reiseverkehr nimmt ständig zu. Man reist häufiger und auch weiter, damit aber auch risikovoller, ob individuelle Reisen mit dem Rucksack nach Österreich oder in den Regenwald von Malaysia oder in ein 5-Sterne-Luxus-Hotel an der türkischen Riviera. Nur eine gute Reisevorbereitung und Reiseberatung gewährleisten einen Urlaub, wie er sein soll - erholsam und informativ.

Reiseberatung


Hier einige Empfehlungen:

Reiseplanung: Erstellen Sie sich eine Checkliste! Spätestens 6 Wochen vor Abreise sollte Folgendes beachtet werden:

  • Arzttermin für Reiseberatung
  • Prüfung: Notwendigkeit von Schutzimpfungen
  • Reiseapotheke
  • Kopien wichtiger Personal- und besonders
  • Krankenunterlagen
  • Nothilfepass mit Blutgruppe
  • Prüfung des Versicherungsschutzes
  • Absicherung im Erkrankungsfall


Reiserisiken: Das Risiko, auf einer Reise zu erkranken, resultiert aus möglichen Veränderungen Ihrer gewohnten Umgebung.

  • ungewohnte Ernährung
  • übermäßige Sonneneinstrahlung
  • zu geringe Flüssigkeitszufuhr
  • ungenügende Hygiene
  • Kontakte mit Insekten, Wild- und Haustieren
  • Belastungen durch Hochgebirge, Tauchen, den Flug u. a.
  • Risiken beim Baden in unbekannten Gewässern


Wir empfehlen spätestens 6 Wochen vor Abreise einen Arzttermin zur Reiseberatung

Reisebelastung: Der Stress für den Körper kann schon im Flugzeug beginnen. Der Tag-Nacht-Rhythmus wird gestört. Die niedrige Luftfeuchte führt zur Austrocknung des Körpers. Wartezeiten, Lärmpegel, räumliche Enge und große Menschenmengen begünstigen Störungen des Herz-Kreislaufsystems, des Magen-Darmtraktes sowie das Entstehen von Infektionen.
 
Impfschutz: Schutz gegen ansteckende Erkrankungen bieten Impfungen. Der Impfschutz sollte nach festgelegten Zeiten geprüft werden, da mit einem Nachlassen gerechnet werden muss. In Ihrem Impfausweis sind die durchgeführten Schutzimpfungen sichtbar.
 
Allgemeine Impfungen: Unabhängig von Ihrem Reiseziel sollte der Impfschutz gegen nachfolgende Erkrankungen geprüft werden. (Eine einfache Blutentnahme bei Ihrem Hausarzt oder im Labor hilft bei der Entscheidung, ob geimpft werden sollte.)

  • Hepatitis A (Leberentzündung durch Hep. A-Virus)
    Die Virus-Hepatitis A wird durch ungenügende Nahrungshygiene begünstigt.
  • Hepatitis B (Leberentzündung durch Hep. B-Virus)
    Durch sexuellen und direkten Blutkontakt wird das Hepatitis B-Virus übertragen.
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
    Überall in der Umwelt sind die Erreger des Tetanus vorhanden. Sie bilden nach Verletzungen der Haut bei entsprechenden Voraussetzungen ein Toxin im Körper.
  • Diphterie
    Diphterie tritt auch heute noch in einigen Reiseländern auf und kann bei unzureichendem Impfschutz zur Infektion führen.
  • Kinderlähmung (Poliomyelitis)
    Die Kinderlähmung ist in verschiedenen Teilen der Welt nicht ausgerottet. Im Erwachsenenalter wird auch bei Geimpften ein unzureichender Impfschutz beobachtet.


Spezielle Impfungen: In einigen Ländern sind weitere Impfungen vorgeschrieben. Diese können Sie bei Ihrem Arzt oder im Internet hinterfragen.
 
Nothilfepass: Ein aktueller Nothilfepass kann Ihr Leben retten. Achten Sie darauf, dass chronische Erkrankungen, besondere Medikamente oder Allergien und Ihre Blutgruppe rechtswirksam eingetragen sind.
 
Thrombose: Langes Sitzen und Austrocknung des Körpers begünstigen bei schon vorhandener Thromboseneigung das Auftreten von Thrombosen. Auch hier sollten ärztlicher Rat eingeholt und die häufigsten Ursachen durch Bluttests im Vorfeld ausgeschlossen werden.

Folgende Laboruntersuchungen sind ratsam (ggf. abhängig vom Reiseziel):

  • Blutgruppe (Nothilfepass)
  • Hepatitis A-Impfschutz
  • Hepatitis B-Impfschutz
  • FSME-Impfschutz
  • Tetanus-Impfschutz
  • Diphterie-Impfschutz
  • Poliomyelitis-Impfschutz
  • Thrombose-Risikofaktoren
Die anfallenden Kosten für diese Leistungen erfragen Sie bitte bei der Sie betreuenden Arztpraxis oder in unserem Institut.


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