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Die neue Lymphozytennomenklatur

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

der Arbeitskreis Laboratorium der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) hat neue Empfehlungen zur Differenzierung auffälliger lymphatischer Zellen im Blutausstrich des Erwachsenen erarbeitet (1). Ziel der Empfehlungen ist es, eine einheitliche Terminologie in Deutschland und Europa zu schaffen.

Auffällige lymphatische Zellen werden zukünftig in „atypische Lymphozyten, vermutlich reaktiv“ oder „atypische Lymphozyten, vermutlich neoplastisch“ eingeteilt. Des Weiteren können Empfehlungen zum weiteren diagnostischen Vorgehen ausgesprochen werden (siehe Tabelle 2).

Atypische Lymphozyten, die den o.g. morphologischen Gruppen nicht zugeordnet werden können, werden im Befund ausgereicht als „atypische Lymphozyten, Diverse“ mit konkreter morphologischer Beschreibung.

Im Folgenden haben wir die bisherige Nomenklatur (Alt) und die Neuerungen (Neu)  in einem Schema für Sie zusammengefasst. Diese Änderungen sind ab 01. Juni 2013 wirksam.
 

Tabelle 1 - ALT:

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Tabelle 2 - NEU:


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Für Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Meinck
Facharzt für Laboratoriumsmedizin


Quelle: (1) Baurmann, Herrad, Bettelheim, Peter, Diem, Heinz, Gassmann, Winfried, Nebe, Thomas: Lymphozytenmorphologie im Blutausstrich – Vorstellung einer überarbeiteten Nomenklatur und Systematik. In: LaboratoriumsMedizin, 2011, Band 35, Heft 5, Seiten 261–270.

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