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LABORREFORM AB 1. APRIL 2018

Was ändert sich?

Ab 1. April 2018 tritt eine EBM-Änderung im Bereich der Laborvergütung in Kraft. Diese betrifft vorrangig den Wirtschaftlichkeitsbonus und die Befreiungskennziffern (s. a. Deutsches Ärzteblatt 1-2/2018).

 

Vorab: Es besteht nach wie vor keine Regressgefahr für Sie!

 

Nach unserem aktuellen Wissensstand ergeben sich ab 1. April 2018 folgende Änderungen:

 

Neubisherige Regelung
Der Wirtschaftlichkeitsbonus (WB) wird aus allen Behandlungsfällen ermittelt, bei denen mindestens eine Versicherten-, Grund- und/oder Konsiliarpauschale abgerechnet wird.Bisher: In die Berechnung des WB gingen nur die Behandlungsfälle ein, die nicht mit einer Befreiungskennziffer BKZ (im EBM: Kennnummer) versehen waren.
Bei der Berechnung wird nicht mehr zwischen den Laborkapiteln 32.1 (Basisdiagnostik) und 32.2 (Spezialdiagnostik) sowie Allgemeinversicherten und Rentnern unterschieden.Bisher: Bei der Berechnung des WB und des zur Verfügung stehenden Laborbudgets wurden sowohl die Basisdiagnostik als auch die Spezialdiagnostik und darin jeweils die Allgemeinversicherten und die Rentner getrennt berücksichtigt. Eine Über- bzw. Unterschreitung des Budgets konnte nicht gegeneinander aufgerechnet werden.
Die arztgruppenbezogene Punktzahl zur Berechnung des WB wurde neu festgelegt.Eine Übersicht finden Sie hier.
Für die Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus wird kein Budget mehr gebildet, sondern ein praxisbezogener Fallwert ermittelt. Grundlage für diesen bilden der untere und der obere arztgruppenspezifische Fallwert. Dieser wird auf Basis aktueller Daten und unter Berücksichtigung der neu gefassten Kennnummern ermittelt. Der durchschnittliche Fallwert der Arztpraxis wird mit diesen beiden Werten verglichen. Aufgrund dieser Werte wird dann entschieden, ob und in welcher Höhe der Wirtschaftlichkeitsbonus gezahlt wird. Mehr dazu auf www.kbv.de. Bisher: Es wurde ein Laborbudget aus verschiedenen praxisspezifischen Faktoren (Fachgruppe, Behandlungsfälle, Versichertenstatus der Patienten) - getrennt nach Labor 32.2 und 32.3 gebildet - und gegen die veranlasste Labordiagnostik gerechnet. Wurde das Budget nicht überschritten, wurde der volle WB gezahlt. Bei Überschreitung gab es entsprechende Kürzungen.
Die Kennnummern (Befreiungskennziffern) wurden neu gefasst und sind an definierte Laborleistungen gekoppelt. Einen Link zur Übersicht finden Sie hier. Die Angabe von mehr als einer BKZ im Behandlungsfall ist möglich.Bisher: Sobald eine BKZ im Behandlungsfall vorlag, war sämtliche Labordiagnostik im Quartal nicht budgetrelevant. Dies galt auch, wenn die Diagnostik in keinem Zusammenhang mit der BKZ stand.
Die Übermittlung der BKZ ans Labor entfällt. Sie werden nur noch in der Quartalsabrechnung von der Arztpraxis an die KV weitergeleitet.Bisher: Die Arztpraxis hat eine BKZ ans Labor übermittelt. Das Labor leitete diese Kennziffer in der Quartalsabrechnung an die KV weiter. Parallel dazu musste die Arztpraxis die BKZ in ihrer Praxissoftware dokumentieren und ebenfalls an die KV übermitteln.
Der monatlich bzw. quartalsweise an die Arztpraxis gesandte Budgetbericht des Labors entfällt.Bisher: Aus der angeforderten Labordiagnostik und der übermittelten BKZ konnte das Labor eine Hochrechnung für die Budgetbelastung (nur für die in diesem Labor durchgeführten Untersuchungen) erstellen.

 

Wenn Sie weitere Informationen dazu wünschen, rufen Sie uns einfach an (03834 8193-0).

Ihr Team des IMD Labor Greifswald


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Greifswald
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